Summender Atem
Bereit, wenn du es bist
Der summende Atem, im Yoga als Bhramari oder „Bienenatmung“ bekannt, verbindet ein langsames Einatmen mit einem langen summenden Ausatmen. Die sanfte Vibration des Summens beruhigt das Nervensystem, fördert die Freisetzung von Stickstoffmonoxid und hinterlässt ein angenehmes, leichtes, stimmungshebendes Gefühl.
Wann du sie nutzen kannst
Nutze ihn, wenn du eine gedrückte Stimmung heben, Anspannung lösen oder in einen ruhigen und zugleich angenehmen Zustand finden möchtest. Er fühlt sich morgens als Erstes oder als kleine Auszeit am Mittag besonders schön an.
Vorteile
- Hinterlässt ein angenehmes, stimmungshebendes Summen
- Beruhigt den Geist durch sanfte Vibration
- Stimuliert den Vagusnerv, um Stress zu lindern
- Besänftigt und entspannt den ganzen Körper
So geht's
- 1Sitze bequem und entspanne Kiefer und Schultern
- 2Atme sanft durch die Nase ein
- 3Atme langsam aus und erzeuge dabei ein weiches „mmm“-Summen
- 4Spüre die sanfte Vibration, dann wiederhole
Die Wissenschaft dahinter
Die summende Bienenatmung (Bhramari Pranayama) verbindet zwei beruhigende Mechanismen. Das Summen verlängert das Ausatmen weit über das Normale hinaus und aktiviert das parasympathische Nervensystem. Und bemerkenswerterweise steigert das Summen die Produktion von Stickstoffmonoxid in den Nasengängen im Vergleich zum stillen Ausatmen enorm – ein Molekül, das hilft, die Blutgefäße zu weiten und den Luftstrom zu verbessern. Die sanfte Vibration in Schädel und Brust gibt dem Geist zudem einen beruhigenden Fokuspunkt, ähnlich dem selbstberuhigenden Schnurren einer Katze.
Häufige Fehler
- Laut summen. Ein weiches, tiefes Summen, das du mehr fühlst als hörst, wirkt am besten – das ist keine Gesangsübung.
- Sich anstrengen, das Summen zu verlängern. Beende jedes Summen, solange du noch Atem übrig hast; Behaglichkeit hält die Praxis beruhigend.
- Angespannte Lippen und Kiefer. Halte die Lippen sanft geschlossen, die Zähne leicht auseinander, das Gesicht entspannt.
- Sich Sorgen machen, wie es klingt. Mach es allein, wenn es dir unangenehm ist – auf die Vibration kommt es an, nicht auf die Melodie.
Häufig gestellte Fragen
Wofür ist die summende Bienenatmung gut?
Sie ist ein schneller Stimmungsheber und Geist-Beruhiger: Das lange vibrierende Ausatmen besänftigt das Nervensystem, und viele Menschen finden, dass der Klang gedankliches Rauschen besser ausblendet als stille Techniken. Kleine Studien berichten zudem von gesenktem Blutdruck und weniger Anspannung nach Bhramari-Praxis.
Warum steigert Summen das Stickstoffmonoxid?
Der oszillierende Luftstrom eines Summens steigert den Luftaustausch in den Nebenhöhlen enorm, wo Stickstoffmonoxid gebildet wird – Forschung maß beim Summen bis zu 15-fach höhere Werte als beim stillen Ausatmen. Stickstoffmonoxid hilft, Atemwege und Blutgefäße zu weiten.
Wie mache ich Bhramari richtig?
Atme langsam durch die Nase ein, dann atme mit einem weichen, gleichmäßigen Summen aus – wie eine Biene – bis der Atem natürlich endet. Die traditionelle Praxis fügt hinzu, die Ohren sanft mit den Fingerspitzen zu verschließen, um den inneren Klang zu vertiefen. Wiederhole es fünf- bis siebenmal.
Kann ich den summenden Atem leise machen?
Ja. Schon ein kaum hörbares Summen erzeugt die Vibration und das verlängerte Ausatmen, die die Arbeit machen. Du kannst auch im Auto (geparkt), unter der Dusche oder überall dort üben, wo es dir nicht unangenehm ist.
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